Musik erzählt die Geschichte Lateinamerikas

(Saarbrücker Zeitung, 07.11.2007)

Zwei Chöre unter Leitung von Amei Scheib führen den „Canto General” auf

Saarbrücken. „Canto General”, das Chorwerk von Mikis Theodorakis und Pablo Neruda, soll am Samstag, 8. Dezember, 20.30 Uhr, in der Congresshalle erklingen. Die Musik stammt von dem berühmten griechischen Komponisten Mikis Theodorakis. Der Text, in spanischer Originalsprache gesungen, stammt von Literaturnobelpreisträger Pablo Neruda. Inhaltlich beschreibt das Werk die Geschichte Lateinamerikas, weshalb Mikis Theodorakis auch Anklänge an die lateinamerikanische Musik gesucht hat.

Für eine Aufführung, die den hohen Ansprüchen des Werkes gerecht wird, sind ein großer Chor mit mindestens 60 bis 70 Sängerinnen und Sängern, zahlreiche Instrumentalisten und zwei Gesangssolisten nötig. Der Gemischte Saarbrücker Damenchor und der Gemischte Saarbrücker Herrenchor können zusammen 90 Sänger und Sängerinnen aufbieten. Beide stehen unter der künstlerischen Leitung der Musikwissenschaftlerin Amei Scheib und proben seit mehr als einem Jahr für die Aufführung dieses Werkes. Musikalisch könnte man den „Canto” mit einem Requiem oder der Missa Criolla vergleichen.

Zusätzlich im Programm dieses anspruchsvollen Konzertes: das „Ritual für die durstige Erde” von der rumänischen Komponistin Myriam Marbé und „Marimba Spiritual” von Minoru Miki aus Japan. Miki schildert in diesem Werk seine Reaktion auf eine große Hungersnot in Afrika – zunächst als statisches Requiem dann als „lebhafte Wiedergeburt”.  red